Eine Schweizer Legende
– japanisch interpretiert

Lenco L75 OTO

Warum JAPAN?

Es gibt neben den Amerikanern, den Briten und den Deutschen vermutlich keine größeren Hifi-Enthusiasten als die Japaner. Vielleicht übertreffen letztere sogar alle anderen. Natürlich haben japanische Ingenieure auch hervorragende Plattenspieler konstruiert, wie z.B. Micro-Seiki, um nur ein Beispiel zu nennen. Da mein Fokus aber auf dem Lenco L75 liegt, wollte ich wissen, wie japanisch ich diese Schweizer Legende interpretieren könnte.

Weniger IST MEHR

Die japanische Kultur sieht in der Reduktion nicht Verzicht, sondern Freiheit: Freiheit von Ablenkung, von Überfluss, von Unwesentlichem. Es geht darum, Raum für das Wesentliche zu schaffen – sei es in der Kunst, im Alltag oder im Denken.

Kompaktes KRAFTPAKET

Diesmal sollte das Gehäuse sehr kompakt werden. Das bedeutete, dass es eher in die Höhe bauen musste, was zu einer ebenfalls recht japanischen, mindestens aber asiatischen Idee führte. Das Gehäuse wurde schichtweise gestapelt wie ein traditioneller asiatischer Reiskocher. Damit wird die Höhe des Geräts elegant betont und zum Teil des Charakters.

Japanische KOMPONENTEN

Natürlich sollte der OTO auch japanische Ingredienzien erhalten. Und am Besten welche, die meinem Bild von japanischem Design im besonderen Maß entsprechen. Fündig wurde ich bei dem Tonarm MA-707 von Micro, der von 1978 bis 1981 produziert wurde. Und passend dazu der Abtaster: Das Koetsu Black Goldline ist das verbaute System, das für die standesgemäße Abtastung der Musikinformationen via Vinyl sorgt.

Technische Spezifikationen

Chassis: Lenco L75 verchromt, individualisiert

Gehäuse & Haube: MDF & Plexiglas, Eigenkonstruktion

Motor: Lenco L75, überholt

Tellerachse: Audio Creative NL

Reibrad: Audio Creative NL

Standfüße: MagAudio Magnetresonanzdämpfer

Tonarm: Micro MA-707, individualisiert

Abtaster: Koetsu Black Goldline